{"id":381,"date":"2024-08-28T14:44:55","date_gmt":"2024-08-28T12:44:55","guid":{"rendered":"https:\/\/bayern-chemie.com\/?p=381"},"modified":"2024-08-31T10:52:08","modified_gmt":"2024-08-31T08:52:08","slug":"erfolgreicher-flug-der-hohenforschungsrakete-mapheus-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bayern-chemie.com\/de\/erfolgreicher-flug-der-hohenforschungsrakete-mapheus-14\/","title":{"rendered":"Erfolgreicher Flug der H\u00f6henforschungsrakete MAPHEUS-14"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beide Raketenstufen des erfolgreichen Flugversuchs stammen von der Bayern-Chemie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am 27.02.2024 um 08:27 Uhr ist die H\u00f6henforschungsrakete MAPHEUS-14 des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) erfolgreich von der schwedischen Raketenbasis ESRANGE nahe Kiruna gestartet. Sie erreichte eine H\u00f6he von 265 Kilometer und versetzte ihre wissenschaftliche Fracht sechseinhalb Minuten lang in Schwerelosigkeit. Insgesamt 14 Experimente waren an Bord der Rakete, die nach der Landung wieder sicher geborgen wurden. Die Ergebnisse sollen k\u00fcnftigen Weltraummissionen, der Technologie- und Materialentwicklung wie auch den Menschen auf der Erde dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>MAPHEUS-14 startete mit dem neuen Raketenmotor RED KITE, der von DLR und Bayern-Chemie gemeinsam entwickelt wurde und nun erfolgreich seinen Regelbetrieb aufgenommen hat. Die zweite Raketenstufe war ein Improved Malemute, ein milit\u00e4rischer Motor der f\u00fcr den zivilen Forschungseinsatz umgewidmet und ebenfalls von der Bayern-Chemie bereits vor \u00fcber 30 Jahren produziert wurde. Somit lag das Antriebssystem der H\u00f6henforschungsrakete erstmals vollst\u00e4ndig in deutscher Hand. Die Forschungsflugreihe MAPHEUS wird vom DLR-Institut f\u00fcr Materialphysik im Weltraum, vom DLR-Institut f\u00fcr Luft- und Raumfahrtmedizin sowie von der Mobilen Raketenbasis MORABA des DLR am Raketenstartplatz Esrange in Schweden betrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDank des neuen leistungsf\u00e4higen Motors war MAPHEUS-14 unsere bisher umfangreichste und wissenschaftlich st\u00e4rkste Kampagne. Wir hoffen, dass dies eine neue \u00c4ra f\u00fcr das Projekt und unsere Zusammenarbeit mit zahlreichen externen Beteiligten einleiten wird. Dazu z\u00e4hlt bereits die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bayern-Chemie\u201c, sagt Prof. Dr. Thomas Voigtmann, wissenschaftliche Projektleiter der Mission vom DLR-Institut f\u00fcr Materialphysik im Weltraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Feststoffmotor RED KITE ist als Erst- und Zweitstufe f\u00fcr mehrstufige H\u00f6henforschungsraketen ausgelegt. RED KITE ist besonders leistungsstark und erlaubt Nutzlasten f\u00fcr Raketenstarts von mehr als 400 Kilogramm. So waren auf MAPHEUS-14 sieben Experimentanlagen sowie ein \u201eShared Module\u201c untergebracht, das nochmals sieben Kleinexperimente beherbergte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das DLR beauftragte die Bayern-Chemie aus Aschau am Inn Ende 2019 mit der Entwicklung und Fertigung eines neuartigen Feststoff-Raketenmotors. Der RED KITE Motor der Eintonnen-Klasse ist der gr\u00f6\u00dfte jemals in Deutschland gebaute Feststoff-Raketenmotor. Seine Entwicklung dauerte weniger als vier Jahre und wurde im September 2023 abgeschlossen. Kurz darauf gelang mit dem Jungfernflug im November 2023 die erfolgreiche Flugqualifikation im Rahmen der SOAR Mission (Single Stage Operational Assessment of RED KITE) von der norwegischen Insel And\u00f8ya aus. Dies er\u00f6ffnete den Regelbetrieb f\u00fcr zuk\u00fcnftige Missionen von H\u00f6henforschungsraketen zur Forschung bei Schwerelosigkeit oder Hyperschallgeschwindigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Dr. Wolfgang Rieck, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Bayern-Chemie, zeigte sich \u00e4u\u00dferst zufrieden: \u201eDass sich der RED KITE nach der erfolgreichen Flugqualifikation im letzten Jahr auch im MAPHEUS-Projekt bew\u00e4hrt hat, zeigt die sehr hohe Qualit\u00e4t des Motors. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DLR bei k\u00fcnftigen Missionen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>RED KITE \u2013 der gr\u00f6\u00dfte jemals in Deutschland gebaute Feststoff-Raketenmotor<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"591\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/bayern-chemie.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG-20240227-WA0006-591x1024-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-392\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/bayern-chemie.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG-20240227-WA0006-591x1024-1.jpg 591w, https:\/\/bayern-chemie.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG-20240227-WA0006-591x1024-1-416x720.jpg 416w\" sizes=\"auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der neue Feststoffmotor RED KITE ist als Erst- und Zweitstufe f\u00fcr mehrstufige H\u00f6henforschungsraketen ausgelegt. RED KITE ist besonders leistungsstark und erlaubt Nutzlasten f\u00fcr Raketenstarts von mehr als 400 Kilogramm. So waren auf MAPHEUS-14 sieben Experimentanlagen sowie ein \u201eShared Module\u201c untergebracht, das nochmals sieben Kleinexperimente beherbergte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das DLR beauftragte die Bayern-Chemie aus Aschau am Inn Ende 2019 mit der Entwicklung und Fertigung eines neuartigen Feststoff-Raketenmotors. Der RED KITE Motor der Eintonnen-Klasse ist der gr\u00f6\u00dfte jemals in Deutschland gebaute Feststoff-Raketenmotor. Seine Entwicklung dauerte weniger als vier Jahre und wurde im September 2023 abgeschlossen. Kurz darauf gelang mit dem Jungfernflug im November 2023 die erfolgreiche Flugqualifikation im Rahmen der SOAR Mission (Single Stage Operational Assessment of RED KITE) von der norwegischen Insel And\u00f8ya aus. Dies er\u00f6ffnete den Regelbetrieb f\u00fcr zuk\u00fcnftige Missionen von H\u00f6henforschungsraketen zur Forschung bei Schwerelosigkeit oder Hyperschallgeschwindigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt:<br>Dr. Thomas Haslinger<br>Head of Public Affairs &amp; Communications<br>Bayern-Chemie GmbH<br>Liebigstra\u00dfe 17<br>84544 Aschau am Inn<br>Tel: +49 8638 601 233 <br>thomas.haslinger@mbda-systems.de<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber das Projekt MAPHEUS<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>MAPHEUS ist ein H\u00f6henforschungsprogramm des DLR und steht f\u00fcr \u201eMaterialphysikalische Experimente unter Schwerelosigkeit\u201c. Seit 2009 finden regelm\u00e4\u00dfig Fl\u00fcge mit H\u00f6henforschungsraketen statt. Auf wissenschaftlicher Seite wird das Projekt vom DLR-Institut f\u00fcr Materialphysik im Weltraum sowie dem DLR-Institut f\u00fcr Luft- und Raumfahrtmedizin betrieben. Die Forschungsfl\u00fcge werden durch die Mobile Raketenbasis (MORABA) der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining verantwortet und am Startplatz Esrange der Swedish Space Corporation (SSC) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Mission MAPHEUS-14 arbeitete das DLR zusammen mit den Unternehmen Bayern-Chemie und adesso SE sowie insgesamt 12 Forschungseinrichtungen: GSI Helmholtzzentrum f\u00fcr Schwerionenforschung, Leibniz Institut f\u00fcr Neue Materialien, Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, Universit\u00e9 de Bordeaux, Universit\u00e4t Bonn, Technische Hochschule K\u00f6ln, Stiftung Tier\u00e4rztliche Hochschule Hannover, La Troube University, Astronomisk Ungdom, ResearchSat, Karolinska Institutet, Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT).<br>(Quelle: DLR)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27.02.2024 um 08:27 Uhr ist die H\u00f6henforschungsrakete MAPHEUS-14 des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) erfolgreich von der schwedischen Raketenbasis ESRANGE nahe Kiruna gestartet. 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