{"id":1648,"date":"2022-10-19T10:44:47","date_gmt":"2022-10-19T08:44:47","guid":{"rendered":"https:\/\/bayern-chemie.com\/?p=1648"},"modified":"2024-08-31T10:56:48","modified_gmt":"2024-08-31T08:56:48","slug":"neue-perspektiven-fur-forschungsmissionen-im-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bayern-chemie.com\/de\/neue-perspektiven-fur-forschungsmissionen-im-all\/","title":{"rendered":"Neue Perspektiven f\u00fcr Forschungsmissionen im All"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>DLR\/MORABA und Bayern-Chemie pr\u00e4sentieren erstmals Details zu ihrer aktuellen Kooperation f\u00fcr den Raketenantrieb \u201eRED KITE\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aschau, 19.10. 2022<\/strong> \u2013 Besonders leistungsf\u00e4hige Raketenmotore des Typs \u201eRED KITE\u201c (Roter Milan) werden der Forschung im Weltraum neue Perspektiven er\u00f6ffnen &#8211; dieses Ziel steht hinter der aktuellen Kooperation zur Antriebsentwicklung und &#8211; produktion zwischen dem DLR und der Bayern-Chemie. Wie deren Repr\u00e4sentanten heute im Rahmen einer gemeinsamen Informationsveranstaltung am Standort der Bayern-Chemie in Aschau am Inn erl\u00e4uterten, bieten die neuen Antriebe wichtigen Bereichen aus Wissenschaft und Technik zus\u00e4tzliche Forschungspotenziale und k\u00f6nnen so der raketenbasierten europ\u00e4ischen Forschungsarbeit im All insgesamt neue Impulse verleihen. Die zust\u00e4ndige Abteilung MORABA (Mobile Raketenbasis) des DLR entspricht damit einer steigenden Nachfrage der nationalen und internationalen Forschergemeinschaft f\u00fcr derartige Forschungsprojekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein so genanntes \u201eDual Thrust\u201c- Profil erlaubt \u201eRED KITE\u201c-Antrieben hohe Beschleunigungswerte unmittelbar nach Abschuss, die etwa beim Zehnfachen der Erdbeschleunigung liegen und im weiteren Flugverlauf abfallen, wodurch aerodynamische Verluste minimiert werden. Damit eignet sich der \u201eRED KITE\u201c-Motor insbesondere auch als Boosterstufe f\u00fcr viele andere Raketen aus dem Portfolio der MORABA. Die Antriebe des DLR stammen teils aus milit\u00e4rischen Altbest\u00e4nden, teils aus ziviler Fertigung. In Verbindung mit \u201eRED KITE\u201c stehen der nationalen und internationalen Forschergemeinde damit in Zukunft leistungsf\u00e4hige zweistufige H\u00f6henforschungsraketen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch \u201eRED KITE\u201c- Antriebe k\u00f6nnen eine gro\u00dfe Bandbreite m\u00f6glicher Missionen und Trajektorien bedient werden. F\u00fcr die Forschung unter Schwerelosigkeit erm\u00f6glichen steile Flugbahnen mit \u201eRED KITE\u201c Raketenmotoren aussagekr\u00e4ftige Experimente au\u00dferhalb der Atmosph\u00e4re und ohne st\u00f6rende Beschleunigungskr\u00e4fte von bis zu 7 Minuten Dauer. Ohne den st\u00f6renden Einfluss der Schwerkraft k\u00f6nnen beispielsweise materialphysikalische Ph\u00e4nomene deutlich zielgerichteter untersucht werden. Die Forschung in den Bereichen Wiedereintritts- und Hyperschalltechnologien dagegen profitiert von flachen Trajektorien, die ihren Nutzlasten eine minutenlange Exposition in der Stratosph\u00e4re bei Geschwindigkeiten bis Mach 8 erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Rainer Kirchhartz, Leiter der MORABA, betont das Potenzial des neuen Antriebs: \u201eMit RED KITE haben wir f\u00fcr die Forschungsmissionen der wissenschaftlichen Gemeinschaft einen speziell an den Zielsetzungen und Bed\u00fcrfnissen orientierten Antrieb zur Verf\u00fcgung. Die gesteigerte Leistungsf\u00e4higkeit bietet unserer Forschungsarbeit neue Potenziale, insbesondere f\u00fcr die Mikrogravitationsforschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen. F\u00fcr die Forschungsziele der Atmosph\u00e4renphysik, der Hyperschallforschung und der Technologieerprobung stehen nun erweiterte Nutzlastkapazit\u00e4ten und Forschungsm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Forschungsraketen, die auf \u201eRED KITE\u201c Raketenmotoren als Unter- sowie Oberstufe basieren, k\u00f6nnen Nutzlasten von mehr als 450 kg in H\u00f6hen von bis zu 260 km bringen. Diese neuen Raketenmotore eignen sich au\u00dferdem als ideale Stufungspartner f\u00fcr andere Raketenstufen aus milit\u00e4rischen Best\u00e4nden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Wolfgang Rieck, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Bayern-Chemie, erg\u00e4nzt: \u201eDie H\u00f6henforschung ist ein extrem spannendes neues Anwendungsfeld f\u00fcr unsere Antriebstechnologien. Wir freuen uns, zuk\u00fcnftigen DLR-Forschungsmissionen unter Quasi-Schwerelosigkeit mit unseren \u201eRED KITE\u201c-<br>Antrieben neue M\u00f6glichkeiten zu er\u00f6ffnen. Und auch das macht uns stolz: Mit \u00fcber 900 Kilogramm Treibstoff werden die Feststoffraketenmotoren des Typs \u201eRED KITE\u201c die gr\u00f6\u00dften jemals von der Bayern-Chemie entwickelten und gebauten Antriebe sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bayern-chemie.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/221019_PM_06_BC_Journalistentag_DLR_und_BC-707x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1650\"\/><figcaption>Start der DLR MAPHEUS 11 Forschungsrakete vom Startplatz Esrange in Nordschweden.<br>Copyright: Thomas Schleu\u00df<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt<\/strong><br>Bayern-Chemie<br>Dr. Thomas Haslinger,<br>Head of Public Affairs &amp; Manager Business Development and Strategy<br>Phone: +49 8638 601-233<br>Mobil: +49 151 1591 4127<br>thomas.haslinger@mbda-systems.de<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)<br>Dr. Kathrin Schoppmann<br>Gesch\u00e4ftsfeldentwicklung<br>Phone: +49 8153 28-1231<br>Mobil +49 172 61 94 479<br>kathrin.schoppmann@dlr.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DLR\/MORABA und Bayern-Chemie pr\u00e4sentieren erstmals Details zu ihrer aktuellen Kooperation f\u00fcr den Raketenantrieb \u201eRED KITE\u201c Aschau, 19.10. 2022 \u2013 Besonders leistungsf\u00e4hige Raketenmotore des Typs \u201eRED KITE\u201c (Roter Milan) werden der Forschung im Weltraum neue Perspektiven er\u00f6ffnen &#8211; dieses Ziel steht hinter der aktuellen Kooperation zur Antriebsentwicklung und &#8211; produktion zwischen dem DLR und der Bayern-Chemie. 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